Ayurveda: Antike Heilkunde aus Indien
Ayurveda ("Wissen vom Leben") gilt als älteste Schulmedizin der Welt. Die
Wurzeln dieser in Indien entstandenen Lehre von einem Leben in Harmonie gehen
5000 Jahre zurück, als hinduistische Rishis (Gelehrte) begannen, Wissen über
Krankheit und Heilung zu tradieren. Bereits im Jahre 1000 vor Christus wurde
Ayurveda an Hochschulen gelehrt.
Um die ursprünglichen Inhalte des Ayurveda wiederzufinden und
schulmedizinische Standards zu definieren, etablierten indische ärzte und
Wissenschaftler ab den 80er Jahren des 20. Jahrunderts ayurvedische
Gesundheitszentren im Westen. Doch auch in Indien gelang eine Rückbesinnung auf
die 5000 Jahre alte Heilkunde. mehr...
Die komplexe Philosophie des Ayurveda wird im Westen häufig nur als Randnotiz
erwähnt und tatsächlich sind viele Details der Grundlagen für eine erfolgreiche
Anwendung von Heilkonzepten nicht notwendig. Um ein tieferes Verständis für die
ayurvedischen Lehren zu entwickeln, ist die Auseinandersetzung mit dem
philosophischen Hintergrund jedoch unumgänglich.
Essentiell für ayurvedische Therapien ist die Bestimmung des
Konstitutionstypen, also die Zuordnung eines Menschen zu einem oder mehreren der
drei Doshas. Gemäss dem Typen des Patienten werden Pulsdiagnose, Diäten,
Einläufe, Kräutertherapien, öl-, Aroma- und Musiktherapien und Lebensrhythmus
bestimmt. Weitere Aspekte des Ayurveda erstrecken sich auf alle Bereiche des
Lebens, werden auf dieser Stelle aber nicht detailiert behandlt.
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