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Qigong & TaijiquanInhalt1. Qigong und die Kunst der Energiekultivierung 2. Taijiquan, die Mutter aller Kampfkünste Qigong und die Kunst der EnergiekultivierungQigong bedeutet "Kultivierung der inneren Energie". Es steht für ein Tun im religiösen und spirituellen Kontext der Inneren Kampfkünste, aber es steht auch als Sammelbegriff für eine große Vielfalt an meditativer Atem- & Bewegungsübungen. Das Piktogramm "Gong" verweist auf ein fortwährendes Üben, den Anspruch auf Hingabe und Vervollkommnung. Qigong kennt viele Ziele, wobei vor allem das religiöse und das medizinische Qigong weite Verbreitung gefunden haben. Der Daoismus, die Alchemie und die Chinesische MedizinDer Daoismus spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklug der Chinesischen Medizin, vor allem durch seine Ambitionen das Leben verlängern zu wollen. Hierbei nimmt die Alchemie eine Schlüsselrolle ein. Es gibt im allgemeinen zwei Typen der daoistischen Alchemie: Zum einen die Äußere Alchemie (chin. Waijia), sowie die Innere Alchemie (chin. Neijia). Waijia ähnelt in gewisser Weise der Europäischen Alchemie in ihrem Bestreben über die Synthese von Elexieren den Körper zu transformieren. Im Neijia sind es die meditativen Übungen, die das Ursprungs-Qi (chin. Yuan-Qi), das ist jene Energie, die wir von Geburt auf an haben und mit dessen Verschwindens auch unser Körper stirbt, konserviert werden soll. Das älteste erhaltene Daoistische Werk ist das Dao-de-jing von Lao-Tze (etwa 600 v.u.Z.) und beschreibt das Wirken des Daos und der Tugend (De). In den Seidfentexten aus Mawangdui sind außerdem 44 verschiedene Körperübungen dargestellt. Es waren im Folgenden vor allem die Daoistischen Bestrebungen, die zur Entwicklung einer Unmenge an Qigong Praktiken und Übungen geführt und zur Entwicklung einer Chinesischen Medizin beigetragen haben. Daoistisches Qigong aus WudangshanEs gibt wohl eine Reihe so genannter Weltenachsen, geheiligte Berge wie den Weltenberg Meru, den Olymp und andere. Für die Chinesischen Daoisten sind dies die Berge des Wudangshan im Nordwesten der Provinz Hubei. Dort wurden seit der Tang -Dynastie mehrere Daoistische Tempel und Klöster errichtet. Der Legende nach soll der Daoist Zhang Sanfeng den Kampf zwischen eines Kranichs mit einer Schlange beobachtet un daraus eine zentrale Daoistische Einsicht gewonnen haben. Die Schlange nämlich verstand es mit Ihren runden, weichen Bewegungen immer wieder geschickt vor den Attacken des Kranichschnabels aus zu weichen und letzterer mußte endlich erschöpft aufgeben. Daraus leitete Zhang Sanfeng das Prinzip der Inneren Kampfkünste, wie das Taijiquan, das Baguazhang und das Xingjiquan ab. Buddhistisches Qigong aus ShaolinIm 6. Jahrhundert soll ein buddhistischer Mönch mit Namen Bodhidharma von Indien nach China gereist sein. Durch seine Mission entwickelte sich in China der Chan-Buddhismus. Bodhidharma, den man in China auch unter dem Namen Da Mo kennt, reiste quer durch das Land und kam so auch nach Shaolin, einem buddhistischen Kloster, das sich auf Übersetzungen buddhistischer Texte aus dem Sanskrit spezialisiert hatte. Da er in seiner buddhistischen Weise zu radikal war - er foderte unter anderem, dass nichts nieder geschrieben werden sollte - "verbannte" ihn der Abt vor die Klostertore, wo er für neun Jahre in einer Höhle hauste und meditierte. Letztendlich konnte er aber den Abt von seiner Autorität überzeugen und Da Mo wurde Erster Patriach des Chan-Buddhismus. Da Mo musste erkennen, dass seine Mönche durch die einseitige Schreibarbeit körperlich geschwächt waren und kaum seinen Meditationen folgen konnten. Aus diesem Grund leitete Da Mo seine Mönche an regelmäßig Übungen zur Stärkung von Körper und Geist zu praktizieren. Daraus entstanden Yi-jin-jing (Klassiker der Muskel- & Sehnenstärkung) und Xi-sui-jing (Klassiker der Knochenmarkwaschung). Diese Übungen wurden später Bestandteil aller asiatischer Kampfkünste. Qigong-SchulenSicherlich gibt es eine Unmenge an Qigong-Schulen innerhalb und außerhalb Chinas. Viele sind durch Synkretismen mit anderen alternativen Heilmethoden entstanden und manche sind sicherlich auch fragwürdig in ihrer Kompetenz. Bekannte Schulen sind die von Shaolin und Wudangshan, sowie die der Familien-Stile des Taijiquan (also Chen, Yang, Sun, Wu), die allesamt über ein Repertoire an Qigong-Übungen verfügen. Eine der jüngsten Qigong Schulen ist weiters auch eine der erfolgreichsten Schulen. So hatdie 1992 gegründete Qigong-Bewegung Falun Gong, die von Li Hongzhi gegründet wurde, hat 2 bis 100 Millionen Anhänger (je nach Quellenangabe unterschiedlich). Falun Gong wird in China unterdrückt. Mehr zu Thema können Sie hier nachlesen. Ene weitere Qigong - Bewegung ist Zhonggong, die 1987 von Zhang Hongbao gegründet. Diese Schule besitzt nach eigenen Angaben etwa 38 Millionen Anhänger in China. Der Gründer und Ex-Firmenchef verbringt übrigens eine Hatstrafe in China. Wissenschaftliche Untersuchungen zu QigongEs gibt nach wie vor nur eine begrenzte Anzahl fundierter wissenschaftlicher Studien über die Wirksamkeit zu Qigong. Einige ausgewählte sind unter Fachstudien zur TCM nachzulesen. Taijiquan, die Mutter aller KampfkünsteTaijiquan gilt zurecht als die Mutter aller Kampfkünste. Zugleich ist sie aber auch die meist verkannte Kampfform. Dies kommt vor allem daher, da die Taijiquan-Formen im Laufe der Zeit immer wieder simplifiziert wurden, indem kämpferischen Elemente entfernt wurden. Darüber hinaus haben viele Stile eine Abwertung ihrer Formen erfahren, was laut verschiedener Taijiquan-Meister auch zu Problemen in der Qi-Harmonsierung führt. Taijiquan wird zu den Inneren Kampfkünsten gezählt und erfreut sich im Ostern wie im Westen großer Beliebtheit. Praktiziert werden vor allem die Yang- und Chen-Formen. Neben den waffenlosen Formen gibt es auch Formen, in denen Waffen und Geräte eingesetzt werden. Dazu zählen einfaches Schwert (Dan Jian), Doppelschwert (Shuang Jian), einfacher Säbel (Dan Dao), Doppelsäbel (Shuang Dao), Fächer, Kurzstock, Langstock, Speer und Hellebarde. Vorläufer des TaijiquanDas Taijiquan hat sich sicherlich aus mehreren älteren Atem- & Bewegungsformen entwickelt. Eine wichtiger Ort in der Entwicklung der Inneren Kampfkünste war Wundangshan und einer der herausragensten Meister war Zhang Sanfeng. Zhang Sanfeng, der legendenhafte MeisterZhang Sanfeng soll in Wudangshan gelebt haben (10. bis 14. Jahrhundert) und gilt als einer der Hauptbegründer der Inneren Kampfkünste. Seine Existenz ist nicht belegbar, aber umso mehr lebt unter Anhängern der Neijia die Legende von der Schlange und dem Kranich weiter, die Zhang Sanfeng zur Entwicklung der Inneren Kampfkünste veranlasst haben soll. In Wudangshan werden nach wie vor Taiyi- und Taiji-Formen praktiziert, die auf Zahng Sanfeng zurück gehen sollen. Familien-Clans entwickelten das Taijiquan weiterDas moderne Taijiquan soll sich im Dorf Chenjiagou im Familie-Clan der Chens entwickelt haben. Chen Wangting (1557-1664) wird als Erster Linienhalter des Clans der Chen-Familie genannt, und Taijiquan wurde in weiterer Folge den nachkommenden Familienmitgliedern weitergegeben. Chen Changxing (1771-1853) akzeptierte Yang Lu-chan (1799-1872) als ersten Schüler im inneren Kreis, der nicht zur Chen-Familie gehörte. Später unterrichtete Chen Qingping (1795-1868) ebenfalls außerhalb der Familie Wu Yuxiang (1812-1880). Daraus entwickelten sich die anderen Familien-Stile der Yang, Wu und Sun. Legendär sind die Fähigkeiten von Yang Lu-Chan, der seine Gegner ohne Berührung besiegt haben soll. Sein Schüler Yang Cheng-Fu (1883-1936) vereinfachte den langen und schwierigen Stil seines Lehrers, nicht jedoch ohne die Warnung aus zu sprechen, diese Form nicht noch weiter zu simplifizieren. Allen Taijiquan-Praktizierenden sollte bewusst sein, dass die weit verbreitete 24er-Peking-Form eben genau dies ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zu TaijiquanFür wissenschaftliche Untersuchungen zu Taijiquan wird vor allem die 24er-Peking-Form des Yang-Stils herangezogen. Diese junge Form wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Chinesischen Sportkommission konzipiert und stellt eine verkümmerte Form des ursprünglichen Yang-Stiles dar. Sicherlich ein Caveat in der Interpretation der Daten. Einige ausgewählte Untersuchungen sind unter Fachstudien zur TCM nachzulesen.
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